Getriebe Probleme ... ungelöst
Walter Borst hat beim Autohaus Limburg in Limburg an der Lahn einen Opel Vivaro gekauft. Nach dem zweiten Getriebeschaden wollte die Werkstatt aber anscheinend mit dem Fahrzeug nichts mehr zu tun haben. Von der Motor-Getriebe-Kombination hat dort vorher keiner abgeraten, obwohl die damit verbundenen Probleme in Fachkreisen bekannt sind. Heute weiß Walter Borst, was ein TecShift Getriebe ist, und er weiß auch, dass der Vivaro bei Renault entwickelt wurde. Auch davon, was der Slogan 'Wir leben Autos' bedeuten kann, hat er heute eine Vorstellung.
Man muss sich das, was vorgefallen ist, einmal richtig vorstellen. Erstzulassung 2006. Übernahme 2008 mit gerade mal 36.000 km. Bei 82.000 km kommt es Ende 2009 zum ersten Getriebeschaden (normale Fahrweise, fast nur Autobahn). Bei 90.000 km bleibt im Juli 2010 vier Jahre nach Erstzulassung nur noch ein Schrotthaufen übrig und das bei einem Fahrzeug der Firma Opel. Hier eine kurze Übersicht der Umstände. Auch ein Blog ist mittlerweile realisiert: Walter Borst, das Autohaus Limburg und ein Opel Vivaro.
Jetzt soll der Kunde (Walter Borst) dem Autohaus Limburg Vorschläge zur weiteren Vorgehensweise machen, obwohl er für den Schaden gar nicht verantwortlich ist. Mehr über diese verkehrte Welt in der Service-Wüste Deutschland kann dem Folgenden entnommen werden.
Im April 2008 war es endlich soweit. Wir fanden eine Möglichkeit, aus dem Leasingvertrag für unseren Landcruiser auszusteigen und endlich ein Auto zu kaufen, welches den Bedürfnissen von Paule (unserem Irischen Wolfshund) gerecht wird. Ich hätte gerne wieder ein Fahrzeug von Toyota genommen, aber es gab dort keine Transporter mit Automatik-Getriebe.
Nach einigen Recherchen sollte es dann eben ein Renault Trafic sein. Leider erwies sich, dass der Renault-Händler hier in Diez a. d. Lahn sehr unflexibel war und uns unbedingt ein Fahrzeug verkaufen wollte, welches er bereits auf dem Hof stehen hat.
Macht nichts, dachte ich, die gleichen Chassis gibt es ja auch als Nissan Primastar und Opel Vivaro. Also erkundigte ich mich bei einem Autohändler in Limburg, welcher auch Transporter von Opel anbietet, und kam mit einem sehr zuvorkommenden Verkäufer zusammen. Er hat uns nach unseren Wünschen gefragt und brachte es innerhalb eines Tages zustande, uns einen geeigneten Vivaro anzubieten. Ich war begeistert und Paule auch. Ein Super-Auto!
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"Du, Herrchen, darf ich auch auf das tolle Fahrsofa?" |
Walter Borst mit Cessy und Paule freut sich über ein vermeintlich tolles Auto von Opel
Doch bereits im Sommer 2008 zeigte sich die erste Störung und es wurde eine Reparatur fällig. Zunächst dachte ich: "Das kann ja mal vorkommen.", aber im Jahr 2009 eskalierte das ganze dahingehend, dass das Auto im Urlaub stehen blieb und danach ein ununterbrochener Aufenthalt in der Werkstatt von 10 Wochen Dauer fällig wurde. 10 Wochen (20. November 2009 - 29. Januar 2010), in denen ich den Transporter zwar finanziert habe (Leasing) aber nicht fahren konnte. Da ich den Wagen auch für Dienstreisen benötigte, fielen zusätzliche Kosten für Mietwagen an.
Der erste Teil der Story endet im Februar 2010 und ich dachte, das wäre es gewesen. Weit gefehlt, der zweite Teil der Geschichte beginnt am 10.7.2010. Das Fahrzeug blieb mit einem Getriebeschaden auf der Autobahn liegen. Inzwischen überlege ich, ob dies nicht Stoff für ein Fernseh-Team sein könnte.
Seit dem 10.7. steht der Wagen jetzt auf dem Hof des Autohaus Limburg und wurde seitdem nicht einen cm bewegt. Eine merkwürdige Art, Autos zu reparieren, oder?
Du kaufst in einem Supermarkt ein und hast irgendwie das Gefühl, dass Du störst. Kommt Dir bekannt vor? Genauso ist es uns mit dem Autohaus Limburg ergangen. Wie es dazu kam und was wir sonst noch erleben durften, erzählt die folgende ausführliche Geschichte: "Das Autohaus Limburg und die Technik des Opel Vivaro".
Dass ich nicht der einzige bin, dem ähnliches widerfahren ist, zeigt dieser Bericht: Erlebnis mit einem Opel Combo. Es muss also nicht unbedingt ein Vivaro sein. Bemerkenswert ist nur, dass es in diesem Beitrag ebenfalls um das Autohaus Limburg geht.
Bei Opel und auch beim Autohaus Limburg wird man sicher sagen, dass mein Fall ein Einzelfall ist, der nur selten vorkommt. Ich frage mich nur, warum es so viele Einzelfälle gibt. Wenn man davon ausgeht, dass nicht jeder in den Internet Foren über sein Unglück berichtet, dürften das noch viel mehr sein. Hier ein weiteres Beispiel: Opel Vivaro mein Alptraum.
Einen sehr erfrischenden Beitrag über Getriebe-Probleme habe ich bei autoexperience.de gefunden: Vivaro Getriebeschaden.
Wer sich dafür interessiert, wann es beim Vivaro zum Getriebeschaden kommt, kann sich bei langzeittest.de ausführlich informieren.
In einem Forum habe ich ein Thema entdeckt, welches für die Vorgehensweise der Firma Opel und deren Autohäuser symptomatisch sein dürfte: 'Bei den vielen Defekten Reparaturen und Werkstatt Besuchen vergeht mir der Spaß'.
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Dienstag, 20.9.2011
Wieder erhalte ich Post vom Anwalt. Der Rechtsstreit läuft schon eine ganze Weile. Ich möchte an dieser Stelle nicht mit zuviel Details langweilen, aber interessant ist doch, was die Gegenseite aus dem Fall zu machen versucht. Der gegnerische Anwalt nimmt wie folgt Stellung:

und weiter auf Seite 2:

Offensichtlich wird hier versucht, das ganze zu bagatellisieren und auf Banalitäten zurückzuführen, die leicht verständlich sind. Meine Stellungnahme dazu habe ich wie folgt formuliert.
a) Seite 1, 3. Absatz (Der sechste Gang...)
Dies ist das erste Mal, dass der Reparaturumfang beziffert wird. Herr Erlemann hat bis jetzt auf mehrfache Anfragen - schriftlich, mündlich und anwaltlich - noch nie einen Betrag genannt. Hätte Herr Erlemann vor 15 Monaten diese Aussage getroffen, wäre ein solch hoher Schaden nie entstanden.
Der Schaden, der mir entstanden ist, resultiert daraus, dass sich Herr Erlemann über Monate nicht geäußert hat und keine Vorschläge zum weiteren Vorgehen vorbrachte.
Selbst anwaltliche Schreiben wurden nicht beantwortet.
Im Oktober wurde das erste Mal seitens des Anwalts von Herrn Erlemann festgestellt, ich müsse erst einen kostenpflichtigen Diagnoseauftrag erteilen. Jetzt auf einmal genügt ein Reparaturauftrag und der Kostenrahmen steht auch fest. Wie passt denn das zusammen?
b) Seite 1, letzter Absatz (Damit steht unstreitig fest...)
Ein Beweis ist längst nicht erbracht.
c) Seite 2, 3. Absatz (Rechnung)
Herr Erlemann hatte 2009 von sich aus eine Nachbesserung angeboten. Deshalb wurde das Fahrzeug von einem Autohaus im Westerwald wieder in seine Werkstatt verbracht.
Einen Reparaturauftrag hatte ich weder mündlich noch schriftlich erteilt, sondern lediglich einer Nachbesserung zugestimmt.
Im Übrigen wurde die Rechnung anstandslos zurückgenommen und niemals angemahnt, da es sich um eine - wenn auch erfolglose - Nachbesserung handelte.
Weiterhin wurde bis heute immer noch keine Auskunft darüber gegeben, worin die Nachbesserung bestand, die in den Monaten Dezember 2009 und Januar 2010 durchgeführt wurde. Immerhin stand das Auto deshalb 2 Monate in der Werkstatt und ich musste weiterhin Mietwagen benutzen!
b) Seite 2, letzter Absatz (Ich möchte an dieser Stelle...)
Die nunmehr von der Gegenseite erkannte „eigentliche Ursache“ (der verstorbene Hund) ist mehr als lächerlich.
Der Hund kann auch sicher nichts dafür, dass die im Oktober 2009 durchgeführte Reparatur bereits mangelhaft war.
Als selbständiger Unternehmensberater bin ich auf ein Fahrzeug angewiesen und nutze es beruflich zu 95 %, um im pro Monat 2000 bis 3000 km zurückzulegen. Ich kann es mir nicht leisten, den Wagen wochenlang in der Werkstatt stehen zu lassen, ohne dass immense Kosten anfallen. Daher rührt - nebenbei gesagt - ein Großteil des entstandenen Schadens.
Ich bin wirklich mal gespannt, wie das weiter geht.
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