Vivaro Reparatur ... erfolglos

Du kaufst in einem Supermarkt ein und hast irgendwie das Gefühl, dass Du störst. Kommt Dir bekannt vor? Genauso ist es Walter Borst aus Fachingen bei Limburg an der Lahn im Autohaus Limburg ergangen. Sein Opel Vivaro hatte zweimal einen kapitalen Getriebeschaden. Die Leistung des Autohauses und die der Kundenbetreuung des Herstellers Opel waren nicht gerade überzeugend.

Walter Borst hat sich beim Autohaus Limburg an der Lahn einen Opel Vivaro gekauft. Dort ließ man das Auto nach dem zweiten Getriebeschaden wochenlang auf dem Hof stehen, ohne etwas zu tun.

Man muss sich das, was vorgefallen ist, einmal richtig vorstellen. Erstzulassung 2006. Übernahme 2008 mit gerade mal 36.000 km. Bei 82.000 km kommt es Ende 2009 zum ersten Getriebeschaden (normale Fahrweise, fast nur Autobahn). Bei 90.000 km bleibt im Juli 2010 vier Jahre nach Erstzulassung nur noch ein Schrotthaufen übrig und das bei einem Fahrzeug der Firma Opel. Hier eine kurze Übersicht der Umstände. 

Wie es dazu kam und was Walter Borst sonst noch erleben durfte, erzählt er in der folgenden Geschichte.

Für die, die nicht soviel lesen wollen, gibt es auch eine Kurzfassung. Auch ein Blog ist mittlerweile realisiert: Walter Borst, das Autohaus Limburg und ein Opel Vivaro.

Ein Autohändler in Limburg und die Technik des Opel Vivaro

Die neuen Leiden des nicht mehr ganz jungen W. in der Service-Wüste Deutschland

Das W. in der zweiten Überschrift steht für Walter Borst. Natürlich sollen Parallelen zu den Stücken über das Leiden des Werther (Goethe, Plenzdorf) gezogen werden. Hier geht es um etwas ähnliches. Auch wenn ich scheinbar das ideale Auto gefunden hatte, konnten wir nicht immer eine schöne Zeit zusammen haben.

Heute würde ich einen Opel nicht einmal mehr als Leihwagen fahren.


April 2008: Endlich ein Auto für Paule

Endlich hatten wir ein Auto, in dem die beiden Hunde Platz hatten und in dem auch gleichzeitig Gepäck unterzubringen war. Der Opel Vivaro war zwar gebraucht, hatte aber nur 30.000 km auf dem Tacho und die Erstzulassung war 2006. Er hat ein Automatikgetriebe, Klima-Anlage sowie ein fest eingebautes Navi und war somit auch ideal, mit den Hunden in den Urlaub zu fahren.

"Du, Herrchen, darf ich auch auf das tolle Fahrsofa?"
"Klar, Cessy, ist doch genug Platz für alle, und einen Trinknapf habt Ihr auch im Auto."
"Toll!"

Walter Borst mit Cessy und Paule freut sich über ein vermeintlich tolles Auto von Opel

Die Frage allerdings, wo ich denn den Tageskilometerzähler finde, konnte mir im Autohaus niemand beantworten. Nach eingehendem Studium der Bedienungsanleitung für den Bordcomputer habe ich die Anzeige dieses Zählers drei Wochen später selber entdeckt. Fazit: Die Bedieneroberfläche des Bordcomputers ist wenig assoziativ und man sollte sich während der Fahrt auf keinen Fall damit beschäftigen, da es zu sehr vom Verkehrsgeschehen ablenkt.

Mai 2008: Fahrt in den Urlaub und Probleme mit dem Navi

Der größte Nachteil des fest eingebauten Navigationssystems ist der, dass man keine Musik-CDs hören kann, wenn das Navi in Betrieb ist. Dies liegt daran, dass die Kartendaten für das Navi auf einer CD sind, die in das einzig vorhandene Laufwerk eingelegt werden muss.

Auf dieser Fahrt mussten wir durch die Schweiz nach Italien und stellten schnell fest, dass auf der CD nur genaue Daten für Deutschland sind. Für die anderen Länder waren nur Daten für Fernverbindungen vorhanden. Für andere Länder, habe ich später erfahren, müsste man eben CDs hinzukaufen.

Jemand von Opel würde jetzt sagen: 'Das war 2006 Stand der Technik'. Quatsch. In dem Toyota, den ich vor dem Vivaro hatte, gab es einen 3fach CD-Wechsler für Musik-CDs und das Navi basierte auf einer DVD, auf der die Daten für alle(!) Länder Europas untergebracht waren.

Inzwischen habe ich ein Navi von der Firma Navigon (140 €) und benötige das fest eingebaute im Opel nicht mehr.

Juli 2008: Erste Probleme

Auf einer Dienstreise schaltet das Automatik-Getriebe auf einmal nicht mehr nach oben und zeigt eine allgemeine Störung an. Dass dies eine allgemeine Störung ist, erfahre ich aber erst in der Opel-Werkstatt, in der ich den Wagen am Ziel vorgestellt hatte.

Zurück zu Hause stellt sich heraus, dass irgendein Aggregat nicht richtig funktioniert und ausgetauscht werden muss. Das geschieht noch auf Kulanz, da das Auto noch keine drei Jahre alt ist. Ärgerlich bleibt, dass ich zweimal eine Werkstatt aufsuchen musste, aber das kann ja mal vorkommen.

Jetzt fällt mir aber auch auf, dass der Transporter immer dann nach verbranntem Öl riecht, wenn er nur eine kurze Strecke zurückgelegt hat. Das kannte ich von keinem anderen Fahrzeug bisher. Wenn man im Autohaus nachfragt, erhält man immer die Antwort: "Das ist ganz normal, weil ...". Was soll denn das? Kann Opel keine Autos bauen wie Audi, bei denen man nichts erklären muss?

Mai 2009: Fahrt in den Urlaub

Wieder geht es durch die Schweiz Richtung Italien. Am Gotthard kommt es zu einem längeren Stau. Nach einer halben Stunde bereits habe ich das Gefühl, dass mit der Kupplung irgendetwas nicht stimmt. Das Auto ruckelt manchmal beim Anfahren. Ich schalte - so oft ich kann - auf neutral, habe ein mulmiges Gefühl und halte gelegentlich die Luft an. Aber alles geht gut.

Juni - August 2009

Immer öfter muss ich feststellen, dass das Auto, wenn es noch kalt ist, beim Anfahren ruckelt. Einmal geschieht es sogar, dass das Auto gar nicht anfährt und die Getriebe-Automatik eine Störung anzeigt. Nach Abschalten des Motors und erneutem Anlassen geht es aber wieder.

Donnerstag, 10.9.2009

Am nächsten Tag wollen wir in den Urlaub nach Holland fahren. Aber ich bin unsicher wegen des Ruckelns beim Anfahren und werde in meinem Autohaus vorstellig. Ich hatte auch schon anlässlich der letzten Inspektion darum gebeten, dies einmal nachzuschauen.

Ein Kfz-Meister hat den Wagen Probe gefahren und mir versichert, dass mit dem Automatik-Getriebe alles in Ordnung sei und dass ich ohne Bedenken meinen Urlaub antreten könnte. Mein Hinweis darauf, dass das Auto bereits einmal nach dem Anlassen nicht schaltbereit war, wurde als möglicher Bedienfehler oder Softwarefehler erklärt.

Ich kam mir ziemlich blöd vor!

Freitag, 18.9.2009

10:00 Wir wollen die Rückfahrt antreten. Die ganze letzte Woche war das Ruckeln immer schlimmer geworden und der Wagen ist zweimal gar nicht angefahren, war aber nach Abschalten und erneuten Anlassen des Motors wieder startbereit. Das Auto ist gepackt, die Hunde sind im Auto und es geschieht tatsächlich: Weder der 1. Gang noch der Rückwärtsgang lassen sich einlegen, der Vivaro ist nicht mehr fahrbereit. Nach etlichen Versuchen gebe ich auf und rufe einen KfZ Service ähnlich dem ADAC.

11:00 Der Service ist da und kann nichts machen, da er das Steuergerät für den Getriebe-Computer nicht besitzt. Ich rufe den ADAC an und beantrage eine Rückführung. Der ADAC kündigt an, es werde zunächst überprüft, ob das Auto wirklich nicht zu starten wäre.

12:00 Der vom ADAC beauftragte Fachmann vom Opel(!)-Service ist da. Er hat das Steuergerät und versucht offenbar, ohne dass die Kupplung geöffnet hat, einen Gang einzulegen. Man kann das Geräusch kreischender Zahnräder deutlich hören und der 'Fachmann' sagt: "Das hört sich nicht gut an.". Ich denke, dass er bei diesem Versuch das Getriebe wesentlich beschädigt hat. Da auch der Opel-'Spezialist' das Auto nicht in Bewegung versetzen kann, muss der ADAC eine Überführung veranlassen.

12:30 Der ADAC meldet sich und fragt, was für einen Mietwagen wir benötigen, um nach Deutschland zurückzufahren. Zwei Erwachsene, 2 Koffer und 2 Hunde klingt zunächst nicht so kompliziert. Aber mach' mal jemandem klar, was es bedeutet, einen Irischen Wolfshund dabei zu haben. Einen Ford Galaxy lehne ich zunächst ab mit der Begründung: zu klein.

13:30 Es erscheint ein Mann von der Werkstatt, die am Morgen als erste da war, um unser Auto zunächst in die Werkstatt zu schleppen.

14:00 Es lässt sich kein geeignetes Auto finden, welches Gepäck, uns und die Hunde aufnehmen kann. Wir beschliessen, einen Grossteil des Gepäcks zurück zu lassen und ich rufe an, um den Ford Galaxy zu bestätigen. Ich erfahre, dass es sich um einen Irrtum handelt und das Fahrzeug nicht verfügbar sei. Sch---! Es dauert weitere 2 Stunden bis ich einen Toyota Avensis Combi angeboten bekomme. Das Problem ist, dass es ein Wagen sein muss, der in Deutschland wieder abgeben werden darf.

16:00 Wir haben ein Taxi-Unternehmen gefunden, welches sich bereit erklärt hat, uns, unser mittlerweile weniges Gepäck und die Hunde zu befördern (ein Transporter ist nötig). Das Taxi (kurzfristig umgebauter Mini-Bus) bringt uns zum Mietwagen-Service nach Brügge in Belgien, wo wir den Toyota entgegen nehmen sollten.

16:45 Als meine Frau das Auto sieht, was uns nach Hause bringen soll, fragt sie: "Meinst Du, da bekommen wir Paule rein?". Aber wir haben keine Wahl, wenn wir heute noch nach Hause wollen.

17:30 Wir haben Paule in das Auto 'hineingefaltet' - Cessy muss sehen, wo sie bleibt - und es geht los.

19:00 Ein kurzer Stopp, damit die Hunde ihr Geschäft erledigen können. Paule weigert sich zunächst, einzusteigen. Ich kann es gut verstehen, da es für ihn doch unheimlich eng ist. Irgendwie schaffen wir ihn trotzdem ins Auto und ich weiss, wir dürfen nicht noch einmal anhalten.

21:30 Endlich zu Hause!

Samstag, 19.9.2009

Ich muss den Mietwagen in Koblenz abgeben. Das kostet noch mal 4 Stunden.

Sonntag, 20.9.2009

Ich schicke eine Email an mein Autohaus, um über den Vorfall zu berichten und bitte um einen Mietwagen, da ich ja wieder auf Geschäftsreise muss. In dieser Mail war unter anderem folgendes zu lesen.

Wenn das Fahrzeug in Ihrer Werkstatt angekommen ist, hätte ich gerne einen Kostenvoranschlag, bevor mit den Reparaturen begonnen wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass gleich das ganze Getriebe ausgetauscht werden muss. Denn am Donnerstag waren wir mit dem Auto noch unterwegs, wenn auch beim Anfahren ein gelegentliches Ruckeln feststellbar war. Der Schaden ist also scheinbar 'entstanden', während das Auto stand. Und dass bei einen stillstehenden Auto über Nacht ein Totalschaden an der TecShift Einheit entstanden sein soll, kann ich als Ingenieur nicht nachvollziehen.

Ich muss am Dienstag, den 22.9., eine Dienstreise antreten, die bis Montag, den 5.10., dauert. Zu welchen (kulanten) Konditionen können Sie mir einen Leihwagen zur Verfügung stellen, vorzugsweise mit Automatikgetriebe?

Eine Bemerkung in (http://www.twingo-board.de/showthread.php?t=22065) deutet - meiner Ansicht nach - darauf hin, dass es sich um ein Problem des Hydrauliksystems handelt:
"Das kuriose: wenn die Kiste warm ist, läuft alles einwandfrei, beim Auftreten des Problems genügt ein leichter Schlag mit einer Münze oder Schlüssel auf den Druckbehälter (Schwarze Halbkugel auf Getriebe)."

Weiterhin ließe sich auch vermuten, dass es seit dem Stop-and-Go am Gotthard zu einem leichten Verlust von Hydrauliköl kam. Dies könnte von einer leicht beschädigten Dichtung verursacht werden und würde auch erklären, warum es im Lauf der Zeit immer schlimmer wurde. Vielleicht genügt ja der Austausch einer Dichtung und Nachfüllen von Hydrauliköl, um den Fehler zu beseitigen.

Diese Mail wurde nie beantwortet! Was habe ich falsch gemacht?

Dienstag, 22.9.2009

Ich trete meine Dienstreise an, aber nicht mit einem Opel sondern mit einem Audi A6, den ich bei Europcar gemietet habe. Klasse Auto mit stufenlosem Automatikgetriebe!

Donnerstag, 24.9.2009

Mein Vivaro wird in der Werkstatt des Autohauses abgeliefert, der Kilometerstand beträgt 82.000 km. Der Werkstattmeister meldet sich, um mich zu informieren, und um eine Freigabe zu einer Reparatur in der Größenordnung von ca. 1000,- € einzuholen. Die Vorgehensweise ist korrekt. 1000,- € sind zwar viel Geld, aber habe ich eine Wahl? Bei der Gelegenheit habe ich gleich noch die Reparatur der ausgeleierten rechten Armstütze am Fahrersitz in Auftrag gegeben. Muss das alles so schnell kaputt gehen?

Montag, 5.10.2009

Ich hole das vermeintlich 'reparierte' Auto von der Werkstatt in Limburg ab. Aber schon das erste Mal, als ich wieder von zu Hause los fahre, zeigt sich ein neues Phänomen: der zweite Gang wird nicht eingelegt, das Getriebe geht auf Störung und ich muss die Bremse treten, bevor ich manuell wieder einen Gang einlegen kann. Manuell ist in diesem Zusammenhang nicht ganz richtig, denn auch wenn das Getriebe nicht im Automatik-Modus ist, bedeutet manuell Schalten nur die Anforderung an den Getriebe-Computer, das ich schalten möchte. Es schaltet immer nur die Elektronik. Deshalb kann ich ja durch 'falsches' Schalten das Getriebe nicht beschädigen.

Zunächst denke ich noch: "Das kann schon mal passieren, dass die Software stolpert."; denn ich entwickle ja selber Programme für ähnliche Systeme. Aber es kommt wieder und wieder vor, dass die Automatik den zweiten Gang nicht einlegen kann. Da der Fehler nur gelegentlich Auftritt, traue ich mich zunächst nicht, das Auto in dem Autohaus erneut vorzuführen; denn wenn der Fehler nicht auftritt, stehe ich wieder blöd da!

Dienstag, 27.10.2009

Eine Mitarbeiterin des Autohaus Limburg ruft an und erkundigt sich nach dem Verlauf der letzten Reparatur. Nach meiner bisherigen Enttäuschung denke ich: "Die kümmern sich ja doch um ihre Kunden.", und schicke hoffnungsvoll eine weitere Email, die unter anderem das Folgende enthielt.

Sehr geehrte Frau xy,
vielen Dank, dass Sie sich heute die Zeit genommen haben, sich nach dem Ablauf der letzten Reparatur zu erkundigen!
 
Mit der Reparatur war ich insoweit zufrieden, als dass nur die direkt beauftragten Tätigkeiten durchgeführt wurden. Der Werkstattmeister hat sich korrekterweise auch telefonisch eine Freigabe geholt, um etwas umfangreichere Arbeiten ausführen zu können. Diese blieben dann erfreulicherweise in dem veranschlagten Rahmen. Der Fehler am Getriebe (bzw. Kupplung) scheint behoben, doch es hat sich ein neuer Fehler gezeigt, den ich im weiteren noch schildern werde.
 
Dann aber zeigte sich ein neuer Fehler. Der zweite Gang geht manchmal beim Hochschalten nicht rein. Wohlgemerkt, es betrifft ausschließlich den zweiten Gang. Es geschieht gelegentlich, dass die Kupplung beim Schalten in den 2. Gang länger aufbleibt als normalerweise. Aber es ist auch schon vorgekommen, dass die Automatik auf Störung ging und das Getriebe auf Neutralstellung genommen hat. In diesem Fall ist der Wagen nur dann wieder zu schalten, wenn ich vorher die Bremse betätige. Das kann im fließenden Verkehr schon hinderlich sein, denn das Fahrzeug kommt zum Stehen. Inzwischen habe ich auch einen 'Workaround' bereit. Wenn ich merke, dass der 2. Gang nicht hineingehen will, schalte ich schnell zurück in den ersten, fahre einige Meter mit hoher Drehzahl weiter und lege dann erneut den zweiten Gang ein.
 
Das Dumme an dem beschriebenen Fehler ist, dass er nur bei ca. jedem 20. Schaltvorgang in den 2. Gang auftritt. Samstag und Sonntag zeigte er sich z.B. gar nicht, obwohl ich viel unterwegs war, und am Montag war es nur ein verzögertes Schalten des zweiten Ganges. Ich fürchte, dass, wenn ich das Auto in der Werkstatt vorführe, gar nichts passiert und ich wieder wie ein Idiot dastehe.
 
Dass mein Vertrauen in das Fahrzeug jetzt nicht mehr das alte ist, können Sie sicher verstehen. Auf jeden Fall halte ich bei jedem Start an der Ampel oder beim Linksabbiegen erst einmal die Luft an, bis der 2. Gang drin ist und denke dann an meine  früheren Toyotas, mit denen ich niemals ähnliche Probleme hatte.
 
Eine Sache ist mir noch aufgefallen. In Holland hat ein Mitarbeiter der dortigen Opel-Vertragswerkstatt versucht, unseren Vivaro in Gang zu setzen. Dazu hatte er das Diagnosegerät mit der Automatik verbunden. Ich weiß nicht genau, was er gemacht hat, aber es waren einmal Geräusche zu hören, die so klangen als würden Zahnräder gegeneinander laufen oder nicht sauber greifen. Er grinste noch und sagte: "Das hört sich gar nicht gut an!". Kann es sein, dass bei diesem Vorgang Ritzel beschädigt wurden und dass deshalb der 2. Gang nicht mehr sauber schaltet?
 
Vorzugweise tritt der Fehler beim Hochschalten auf. Beim Herunterschalten habe ich erst einmal eine Verzögerung bemerkt.
 
Die nächste Woche bin ich zu Hause und wir könnten einen Termin in der Werkstatt verabreden. Allerdings muss ich am Samstag, den 14.11. schon wieder auf Dienstreise. Ich weiß auch nicht, was zu tun ist, wenn sich der Fehler bei dem Termin nicht zeigt. Aber vielleicht haben Sie ja einen Vorschlag, was getan werden könnte.
 
Was mich neben den Standzeiten in der Werkstatt auch mit Sorge erfüllt, sind mittlerweile die anfallenden Kosten. Vor diesem Hintergrund drängt sich mir natürlich auch die Frage auf, ob ich jemals wieder einen Opel kaufen werde. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Diese Überlegung bezieht sich sicher nicht auf Ihr Team sondern auf das unzuverlässige Auto.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Walter Borst

Auch diese Mail wird nicht beantwortet! Was mache ich denn nur falsch?

Freitag, 6.11.2009

Der Fehler trat immer mal wieder auf. Inzwischen habe ich von Opel ein Formular erhalten, in dem ich mein Autohaus beurteilen soll. Du kannst Dir vorstellen, wie dieses Urteil ausgefallen ist. Da ich jetzt nicht mehr weiß, was ich tun soll und in meine bisherige Werkstatt kein Vertrauen mehr habe, wende ich mich an die Opel Kundenbetreuung in Rüsselsheim. Die Email enthält unter anderem den folgenden Text.

Unmittelbar nach Ausführung der Reparatur zeigte sich ein neuer Fehler am Getriebe. Nachdem mich letzte Woche eine Mitarbeiterin des Autohaus anrief um sich zu erkundigen, ob ich mit dem Service zufrieden sei, habe ich mich sehr gefreut, dass man sich um mich kümmert, und bin so mit Ihr verblieben, dass ich die neuen Probleme in einer Email beschreibe. Dies habe ich dann auch getan und um einen Vorschlag zur weiteren Vorgehensweise gebeten, aber die Email blieb wiederum unbeantwortet. Heute nehme ich an, die Dame hat nur angerufen, weil es eine Vorschrift von Opel ist, so zu verfahren. Dass ich (der Kunde) tatsächlich nicht zufrieden sein konnte, war offensichtlich unerwartet und auch unerwünscht.
 
Heute wende ich mich an Sie mit der Bitte, mir mitzuteilen, ob Sie nicht ein kompetentes Autohaus in meiner Nähe nennen können, welches in der Lage ist, mir bei meinen Problemen zu helfen. Ich habe den Eindruck, dass das Autohaus Limburg mit meinem Fahrzeug nichts mehr zu tun haben möchte. Ob das in einer Überforderung des Fachpersonals oder anders begründet ist, vermag ich nicht zu sagen. Aber, ich bin selber beruflich selbstständig tätig und weiß daher genau, dass es zumindest sehr unhöflich ist, die Emails von Kunden nicht zu beantworten.
 
Erlauben Sie mir bitte abschließend zu bemerken, dass ich verstehen kann, dass Opel wirtschaftliche Schwierigkeiten hat. Wenn das, was ich mit meinem Opel Vivaro erlebe, symptomatisch für alle Opel-Fahrzeuge ist, kann ich verstehen, dass Sie Probleme haben, die Kunden bei sich zu behalten.

Freitag, 13.11.2009

Es ist bereits dunkel und es ist starker Berufsverkehr auf einer mehrspurigen Straße. Der Vivaro schaltet nicht in den zweiten Gang und geht auf Störung. Ich muss anhalten. Erneut schicke ich eine Email an die Opel Kundenbetreuung. Sie hat den folgenden Wortlaut.

Sehr geehrte Damen und Herren,
vielen Dank, dass Sie sich auf meine Email vom 6.11. hin umgehend telefonisch gemeldet haben mit der Zusage, sich der Sache sofort anzunehmen.
 
Diese zusätzliche Email sende ich aus gegebenem Anlass. Heute Abend ist mein Fahrzeug im dichten Berufsverkehr wegen der Schaltprobleme zum Stillstand gekommen. Die Automatik ist von sich aus in Neutralstellung gegangen und ich musste erst die Bremse treten, um wieder schalten zu können. Dass dies keine Unbequemlichkeit oder Bagatelle darstellt, sondern eine erhebliche Gefährdung für die Sicherheit der Fahrzeuginsassen bedeutet, können Sie sicher nachvollziehen. Da hilft unter Umständen auch das schnelle Einschalten der Warnblinkanlage nicht. Ich konnte an der Stelle, an der dies vorgekommen ist, auch nicht rechts ran fahren, da es keinen Seitenstreifen gab. Stellen Sie sich bitte einmal vor, Ihr Auto würde sich so verhalten, indem es - wenn auch sehr selten - manchmal spontan stehen bleibt.
 
Ich bitte Sie daher höflichst, mein Anliegen mit der angemessenen Priorität zu bearbeiten. Vielen Dank im Voraus.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Walter Borst

Freitag, 17.11.2009

Das Autohaus Limburg hat sich zur Sache noch immer nicht gemeldet. Einzig Rückfragen zur letzten Rechnung wurden nicht zufriedenstellend beantwortet. Erneut schicke ich eine Email nach Rüsselsheim.

Sehr geehrte Damen und Herren,
Bezug nehmend auf meine Emails vom 6.11. und 13.11. habe ich Ihnen heute ein weiteres Vorkommnis zu berichten.
 
Meine Frau hat letzte Woche beim Autohaus Limburg nähere Auskünfte über einen Rechnungsposten eingeholt. Heute kam auch eine Antwort, die aber zeigte, dass sich die Mitarbeiter des Autohauses gar nicht mit dem tatsächlichen Inhalt der Frage auseinandergesetzt haben.
 
In der Rechnung des Autohauses war aufgeführt "Zentralausrückung ersetzt" und meine Frau wollte wissen, worum es dabei geht und aus welchen einzelnen Leistungen sich dieser Posten zusammensetzt. Meine Frau war darüber verwundert, warum nicht ein Ersatzteil mit der Bezeichnung 'Zentralausrückung' in der Teileliste auftaucht. Die Antwort war wie folgt:
 
"Sehr geehrter Hr. Borst. Leider können wir Ihnen keinen zugehörigen Service-Plan faxen, da am 02.10.09 keine Inspektion, lediglich ein Ölwechsel mit Wintercheck, Räder wechseln und Wischerblätter erneuern, durchgeführt wurde. Gerne senden wir Ihnen im Anhang die betreffende Rechnung nocheinmal zu.
 
Den Einzelnachweis der ersetzen Teile, was die Getriebe- bzw. Kupplungsreparatur angeht, finden Sie im unteren Teil aufgeführt auf der Rechnung, Welche ich Ihnen ebenfalls im Anhang nocheinmal übersende.
 
Falls Sie dennoch irgendwelche Rückfragen haben, können auch gerne telefonisch erreichen unter der:
06431-12345
oder den bearbeitenden Meister (Hr. xy): 06431-1234567
 
Mit Freundlichen Grüssen
 
Autohaus Limburg GmbH"
 
Auf den Begriff "Zentralausrückung" wird in dieser Antwort gar nicht eingegangen. Außerdem wird weiterhin eine andere Rechnung erwähnt, die in diesem Zusammenhang gar keine Relevanz hat. Die Frage nach den Belegen für einen Einzelnachweis (z.B. Arbeitsbericht der Werkstatt) bleibt ebenso unbeantwortet.
 
Wenn die Reparaturen in diesem Autohaus genauso oberflächlich durchgeführt werden wie die Kundenbetreuung, kann ich mir durchaus vorstellen, dass der "neue" Schaden am Getriebe während der Reparatur und der Überprüfung des Fahrzeugs nicht bemerkt wurde. Es ist auch nicht auszuschließen, dass der "neue" Schaden erst während der Reparatur entstanden ist.
 
Heute hatte ich wieder eine Situation, in der mir mulmig wurde. Ein Laster fuhr sehr dicht auf und ich hatte bedenken, dass er es irgendwann nicht schaffen könnte, rechtzeitig zum Stehen zu kommen, falls das Getriebe meines Autos es nicht bewältigen sollte, in den zweiten Gang zu schalten.
 
Da ich weder mich noch andere Verkehrsteilnehmer weiterhin gefährden möchte, werde ich noch heute einen Kfz-Sachverständigen (z.B. TÜV) aufsuchen, um eine Aussage zu erhalten, ob es weiter zu vertreten ist, diesen Opel im Straßenverkehr zu bewegen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich aus gegebenem Anlass den Mitarbeitern des Autohaus weder eine professionelle Überprüfung noch eine fach- und sachgerechte Behebung des Problems zutraue.
 
Bitte nennen Sie mir ein Autohaus in meiner Nähe, welches in der Lage ist, mein Fahrzeug zu reparieren.
 
Meine Email an das Autohaus Limburg vom 27.10. ist übrigens bis heute unbeantwortet! Das Problem, welches ich wirklich habe, wird von diesem Dienstleister offenbar gar nicht zur Kenntnis genommen.
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Walter Borst

Freitag, 20.11.2009

Jetzt reicht es! 'Mein' Autohaus hat sich noch immer nicht gemeldet. Also habe ich mir ein anderes im Westerwald gesucht und meinen Opel dort abgegeben. Nennen wir es mal im folgenden Autohaus Westerwald.

Dienstag, 24.11.2009

In einem Telefongespräch erklärt mir der zuständige Meister des Autohaus Westerwald, er habe den Wagen Probe gefahren und denkt, dass das Getriebe defekt ist. Es sei wohl der Synchronring des zweiten Gangs. "Das hört man auch.", bekräftigt er seine Diagnose. Ich bitte mir einen Tag Bedenkzeit aus, um zu entscheiden, ob das Getriebe getauscht werden soll. Nur den Synchronring Austauschen geht nicht, das macht keiner.

Der Austausch des Getriebes würde etwa 6000 € kosten. Ich dachte auch, ich träume. 6000 € Reparaturkosten für ein Fahrzeug, welches nur noch 9000 € wert ist? Die Firma Opel macht sich es ja einfach. Eigentlich dürfte das Getriebe ja gar nicht kaputt gehen, da es nur vom Computer geschaltet wird (Vorteile des TecShift Systems).

Bin ich im falschen Film?

Donnerstag, 26.11.2009

Der Geschäftsführer des Autohaus Limburg (Herr Erlemann, im folgenden mit E. abgekürzt) ruft an. Er würde das Auto gerne nach Limburg überführen, um die Sache in Ordnung zu bringen. Der Mann klingt eigentlich ganz vernünftig und ich stimme zu. Man sollte doch jedem eine zweite Chance geben.

Dienstag, 1.12.2009

E. vom Autohaus Limburg ruft an und sagt, er habe den Wagen Probe gefahren. Er ist der Meinung, dass das Problem von der Elektronik verursacht würde, denn damit hätten sie in den meisten Fällen Probleme gehabt. Er hat auch bereits mit Opel gesprochen und die Firma wäre bereit 50 % der Kosten auf Kulanz zu übernehmen. Er sagt, sie würden die Elektronik tauschen und dann wäre alles in Ordnung.

Das kann ich zwar nicht nachvollziehen, weil auch ich denke, dass das Getriebe etwas abbekommen hat. Aber ich kenne mich in der Kfz-Technik nicht so gut aus und warte erst mal ab.

Freitag, 4.12.2009

Erneuter Anruf von E.. Die Elektronik wurde ausgewechselt aber das Problem existiere noch immer. Es gäbe aber in Rüsselsheim bei Opel eine Spezialwerkstatt, die besondere Fälle behandelt. Es wäre gar nicht so einfach, dort einen Service zu bekommen, aber er hätte es geschafft. Der einzige Nachteil sei, dass die Werkstatt von 10.12.2009 bis 6.1.2010 geschlossen sei. Er hätte aber einen Termin bekommen. Dann würde es ca. 10 Tage dauern, bis ich mein Auto wieder habe. Das Angebot, das Fahrzeug in der Zwischenzeit zu fahren, lehne ich ab, da ich es nicht für verkehrssicher halte.

Ich habe im Internet recherchiert, ob es eine solche Werkstatt gibt, und keinen Hinweis gefunden. Heute bin ich mir nicht mehr sicher, ob es sich nicht bei dieser Werkstatt um etwas ähnliches handelt wie das Gleis 123/4 bei Harry Potter.

Weihnachten 2009

Das erste Mal seit langem habe ich an Weihnachten kein eigenes Auto zur Verfügung.

Mittwoch, 20.1.2010

Ich erkundige mich bei E. nach dem Fortschritt der Reparatur. Er teilt mir mit, dass der Wagen jetzt in dieser (geheimnisvollen) Werkstatt ist und die auch erst ein Ersatzgetriebe beschaffen müssten. Aber in der kommenden Woche sollte es dann wohl soweit sein.

Mittwoch, 27.1.2010

Nach dem weiteren Fortschritt muss ich mich nicht weiter erkundigen, denn ein Gästebuch Eintrag auf meiner Home Page macht mich auf mein Auto aufmerksam.

Nette Homepage haben Sie da. Gratuliere! Bin nur durch Zufall darauf gestoßen, nachdem mir heute Morgen Ihr Auto EMS-IG 77 mit dem Aufdruck "Walter-borst.de" rasenderweise (mindestens 110 km/h) und überholenderweise (trotz Überholverbot) aufgefallen ist. Sorry, aber ich denke, hier handelt es sich nicht um einen Kavaliersdelikt. Ich kenne jemanden, der seit fast 20 Jahren im Rollstuhl sitzt, weil ein anderer an gleicher Stelle auch mal meinte, überholen zu können. Wenn Sie es sooo eilig haben, dann fahren Sie doch einfach 10 Minuten früher los, aber gefährden andere Verkehrsteilnehmer nicht.

Freundliche Grüße UP

Ich stelle E. zur Rede und erfahre, dass er dabei ist, das Auto zu testen. Das verkehrsregelwidrige Verhalten wiegelt er ab. Das sei ja nicht so dramatisch gewesen. Wir vereinbaren, dass ich am Freitag den Wagen übernehme.

Angeblich sei das Getriebe ausgetauscht worden. Schriftlich bekomme ich nichts und damit auch keine Werksgarantie auf die ausgetauschten Teile. Ist E. vielleicht so lange mit dem Auto in der Gegend herumgekurvt, bis sich der Fehler eingeschliffen hat? Ich weiß es nicht.

Freitag, 29.1.2010

Nach 10 Wochen Werkstattaufenthalt erhalte ich mein Auto endlich zurück. 10 Wochen, in denen ich das Auto zwar finanziert habe, aber nicht nutzen konnte. Für die Firma Opel ist das aus meiner Sicht ein äußerst blamables Ergebnis.

Ich habe den Eindruck, dass Opel bemüht ist, Hitec Produkte auf dem Markt anzubieten, diese Technik dann aber nicht beherrscht. Da helfen auch die Patente nicht. Die Ausrede, das Fahrzeug werde nicht bei Opel gefertigt. lasse ich nicht gelten. Wenn Opel draufsteht, erwarte ich, dass auch Opel darin ist. Was ist denn mit dem Slogan: "Wir leben Autos!"? Wird der wirklich ernst genommen oder ist der nur von ganz oben verordnet?

Die Email von UP beantworte ich wie folgt.

...der Herr, dem Sie am Mittwoch im Straßenverkehr begegnet sind, heißt Heinz Erlemann (Inhaber des Autohaus Limburg). Ich habe Ihn auf den Vorfall angesprochen aber er hat es heruntergespielt: "Ich bewege mich zwar zügig durch den Verkehr, kann aber nicht sagen, dass ich ein riskantes Manöver gefahren wäre.".
 
Ich denke, eine Anzeige würde keinen großen Erfolg bringen, denn wirklich zu beweisen wäre nur das Überholen im Überholverbot und das bringt allenfalls ein Bußgeld. Bleibt nur zu hoffen, dass Herr Erlemann irgendwann in einer Polizeikontrolle einmal den Führerschein abgeben muss, bevor andere durch seine Fahrweise zu Schaden kommen.
 
Eine Email Adresse von Herrn Erlemann habe ich leider bis heute nicht. Er lässt sich sehr gut von seinen Leuten abschirmen.
 
Ich bin nur froh, dass ich mein Auto wieder habe und kein anderer mehr Unfug damit anstellen kann.

Mittwoch, 24.2.2010

Heute veröffentliche ich diese Seite das erste Mal. Der besagte Fehler (2. Gang) ist bisher nicht wieder aufgetreten. Aufgefallen ist mir nur, dass mittlerweile die elektrische Verstellung der Außenspiegel nicht mehr funktioniert. Aber das scheint mir geringfügig. Mittlerweile habe ich auch realisiert, dass solche Ausfälle bei Opel-Fahrzeugen offenbar normal sind. Der Opel-Kunde muss froh sein, wenn nichts schlimmeres passiert.

Die Qualität bei Opel scheint sich an einer Betriebsdauer von drei Jahren auszurichten, weil es dann ja schon wieder neue Modelle gibt (mit neuer Hitec!).

Inzwischen habe ich eine Rechnung über den Austausch der Elektronik-Einheit bekommen, obwohl diese gar nicht die Ursache des Fehlers war. Die Rechnung wurde zurückgeschickt, da sie nicht nachvollziehbar ist.

Wahrscheinlich ist es besser, wenn man vor dem Kauf eines Opels erst einmal Maschinenbau studiert, damit man eventuelle Probleme sachverständig bewerten kann. Wie auch immer, beim nächsten Mal suche ich mir einen anderen Autobauer wie VW oder Toyota. Ich habe beide Marken schon gefahren und nie eine solche Katastrophe erlebt wie mit meinem Vivaro.


Fortsetzung folgt (hoffentlich nicht!) ...


Samstag, 10.7.2010

Die Geschichte geht weiter! Ich befinde mich auf der Rückfahrt von einer Geschäftsreise und beschließe, bei Medenbach Ost (A3) abzufahren. Die Automatik schaltete auf einmal nicht mehr herunter. Auch der Versuch, schnell manuell herunterzuschalten und die Neutralstellung zu erreichen, scheiterte. Das Auto blieb stehen. Das Getriebe steckte im 6. Gang fest und der Motor ließ sich infolgedessen nicht mehr starten.

Ich habe das Fahrzeug vom ADAC zum Autohaus Limburg abschleppen lassen.

Der Kilometerstand beträgt jetzt 90.000 km. Falls es wirklich stimmt, dass im Januar das Getriebe getauscht wurde, hat es das neue Getriebe auf gerade einmal 8.000 km gebracht.

Sind Ersatzteile von Opel immer so kurzlebig?

Dienstag, 13.7.2010

Ich werde beim Autohaus vorstellig und erkundige mich nach dem Fahrzeug. Man weiß noch nichts genaues. E. erklärt mir: "Ich habe gesehen, dass es im 6. Gang festhängt. Er habe eine Anfrage an das Werk gestellt und warte auf Antwort.

Mit einem Verkäufer begutachte ich einen Zafira, da ich einen Fahrzeugwechsel für erforderlich halte. Mit dem unzuverlässigen Vivaro möchte ich keine Geschäftsreisen mehr antreten. Ich erhalte einige Angebote. Die Frage nach einem Zafira ist reine Gefälligkeit, denn ich weiß nicht, was mich noch bei Opel halten sollte.

Donnerstag, 15.7.2010

Ich erkundige mich im Autohaus bei E., wie die Sache steht. Er sagt, er warte immer noch auf eine Antwort aus dem Werk. Er verspricht, mich am nächsten Tag anzurufen, um mit mir über die weitere Vorgehensweise zu sprechen.

Freitag, 16.7.2010

E. hat nicht angerufen. Das Auto steht bereits wieder eine Woche auf dem Hof, ohne dass etwas geschieht. Also schicke ich wieder einmal eine Nachricht nach Rüsselsheim in der Hoffnung, etwas bewegen zu können.

Sehr geehrte Damen und Herren,
... 
Ich habe mein Autohaus um Vorschläge gebeten, wie weiter vorzugehen ist. Da ich dem Vivaro jetzt gar nicht mehr traue, habe ich folgendes in einer Email an das Autohaus Limburg übermittelt:
 
"Nach eingehender Beratung sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass wir einen Fahrzeugwechsel wünschen. Mittlerweile ist der Irische Wolfshund, wegen dem wir das Auto angeschafft haben, verstorben (siehe http://www.walter-borst.de/Regenbogenland.htm), so dass wir jetzt auch wieder mit einem kleineren Auto auskämen."
 
Der verantwortliche Verkäufer hat mir auch bereits (ganz normale) Angebote über einen Opel Zafira mit Easytronic zur Verfügung gestellt. Aber einen Vorschlag, wie es mit dem Vivaro weitergeht, habe ich bis heute nicht. Das ist jetzt schon wieder eine ganze Woche, die das Auto auf dem Hof der Werkstatt steht! Am Montag werde ich zum Autohaus fahren und alle persönlichen Sachen aus dem Vivaro entfernen sowie die Nummernschilder zwecks Abmeldung bei Versicherung und Steuer abmontieren. Denn ich befürchte, dass es ähnlich lange dauern wird wie bei letzten Mal.
 
Hier noch einmal die Mängelpunkte bezüglich der Kundenbetreuung meines Autohauses in der Zusammenfassung:
1. keine Entschuldigung oder Ausdruck des Bedauerns,
2. kein Angebot eines Mietwagens und
3. keine Vorschläge innerhalb einer Woche.
 
Mit freundlichen Grüssen
 
Walter Borst

Montag, 19.7.2010

Ich war im Autohaus Limburg und habe den Vivaro ausgeräumt und die Nummernschilder entfernt, um den Wagen abzumelden. Offenbar wurde es seit dem 10.7. um keinen mm bewegt. Ein trauriger Anblick. Wenn man von der bescheuerten Technik absieht, war es ein tolles Auto.

Später war ich noch bei E.. Darüber, dass er mich am Freitag nicht angerufen hat, hat er kein Wort verloren. Wahrscheinlich hat er Wichtigeres zu tun.

Er hat mir die Fehler vorgelesen, die das Diagnosesystem in der Steuerelektronik vorgefunden hat. Das Auslesen dieser Fehler aus der Steuerelektronik ist eine Sache von 5 Minuten. Alles weißt gemäß E. darauf hin, dass die Hydraulik defekt sei und die sei Kern des Getriebeblocks, der ja erst im Januar vom Werk getauscht wurde. Daher habe er eine Anfrage an das Werk geschickt und warte immer noch auf Antwort.

Warum glaube ich Ihm kein Wort?

Wenn das Getriebe wirklich vom Werk getauscht wurde, müsste es doch auf das Austauschteil eine zweijährige Gewährleistung geben und es müsste erneut getauscht werden. Wo also ist das Problem?

Ich frage, ob ich einen günstigen Mietwagen bekommen kann, da ich ja beruflich ein Fahrzeug benötige. E. antwortet, er selber könne mir leider keines anbieten aber er wüsste ein Firma in der Nähe. Er bietet mir an, dort anzurufen. Ich lehne dankend ab.

Am Abend schicke ich noch einen Brief an E., in dem unter anderem folgendes steht:

ich habe heute leider noch vergessen, Ihnen eine Frage zu stellen. Letzte Woche hat uns Herr W. freundlicherweise einige Angebote über gebrauchte Opel Zafira ausgedruckt. Wenn man ein Auto kauft, ist es ja normal, dass der alte Wagen zu günstigen Bedingungen in Zahlung genommen wird, besonders dann, wenn es die gleiche Marke oder sogar der gleiche Händler ist. Daher meine Frage:

 Zu welchem Betrag würden Sie den Vivaro in Zahlung nehmen, wenn wir einen der angebotenen Zafira bei Ihnen kaufen?

Auf die Antwort bin ich nicht wirklich gespannt, da ich sie mir denken kann. Gespannt bin ich nur darauf, ob der Brief überhaupt beantwortet wird. Ich hätte das ganze ja auch per Mail schicken können. Auf eine Email habe ich aber vom Autohaus Limburg noch nie eine Antwort bekommen. Wahrscheinlich weiß dort keiner, wie man damit umgeht.

Am Nachmittag war ich dann noch unterwegs, um mir einen anderen fahrbaren Untersatz zu besorgen, da mir Mietwagen auf die Dauer zu teuer werden. Im Gespräch mit einem Autohändler berichte ich beiläufig über die Misere und er fragt: "Was ist das denn für ein Motor?". Ich entgegne: "Ein 2.5 CDI, aber was hat das mit dem Getriebe zu tun?". Der Mann lacht: "Eine ganze Menge, denn der 2.5 CDI ist viel zu stark für das schwache Getriebe. Es läuft bei diesem Motor besonders auf der Autobahn immer auf voller Last.". Er führt weiter aus: "Wir raten unseren Kunden von der Kombination Tec-Shift und 2.5 CDI definitiv ab.". "Wahrscheinlich hat Ihr Händler das nicht gewusst.", tröstet er mich.

Na, das hätte ich früher wissen müssen! Warum gehe ich denn überhaupt zu einem Fachhändler?

Einen Hinweis darauf, dass dieser Umstand allgemein bekannt ist, finde ich in einem Forum in Internet.

Danke für den Tipp. Ich habe mich vor Ort an eine Werkstatt gewendet, die sich ausschließlich mit der Reparatur von Getrieben beschäftigen. Dort wird man das Teil erst mal checken und dann nur die Teile erneuern, die Auslöser für den Defekt sind. Man hat dort schon ein Getriebe von Renault wieder erfolgreich instand gesetzt, das Problem mit den zu schwachen Getrieben von Trafic & Co ist dort allseits bekannt. Falls dann dort tatsächlich eine Reparatur nicht in Frage kommt, habe ich zumindest "nur" 100 Euro für Ausbau und Kostenvoranschlag gezahlt und nicht gleich ohne Diagnose weit über 2000 Euro bei Renault.

Dienstag, 27.7.2010

Heute waren wir beim Anwalt, um uns zu erkundigen, welche Rechte und Möglichkeiten wir haben. Die Lage ist kompliziert, weil wir uns für Leasing entschieden hatten. Dazu später vielleicht mehr. Der Anwalt wird uns Vorschläge für das weitere Vorgehen vorbereiten.

Weder das Autohaus noch die Zentrale von Opel haben sich bisher gemeldet! Das Auto, welches ich gekauft habe, scheint wirklich ein Problemfall zu sein. Vielleicht ist es auch ein Montagsauto oder eine generelle Fehlkonstruktion. Aber ist das ein Grund, mich so auszugrenzen? Was kann ich denn dafür?

Warum lässt man mich so im Regen stehen?

Inzwischen habe ich mir ein anderes Auto gekauft, da ich ein Fahrzeug benötige und das Autohaus keine Vorschläge parat hatte, obwohl ich gerne auch einen Opel Zafira genommen hätte. Auf die Dauer werden Mietwagen einfach zu teuer.

Das neue Auto ist ein gebrauchter Jeep Cherokee. Keine Hitec sondern solide Technik und alles, was ich brauche, Automatik-Getriebe und Klima-Anlage. Trotz Wandler-Automatik und 150 PS braucht der Wagen nicht mehr Sprit als der Vivaro.

Freitag, 30.7.2010

Heute (nach 14 Tagen) hat sich die Zentrale von Opel gemeldet (Kundenbetreuung). Man wolle sich auf jeden Fall mit dem Autohaus in Verbindung setzen. Ich bin gespannt, ob das etwas nützt.

Ich bin heute noch einmal am Autohaus Limburg vorbeigefahren und habe festgestellt, dass der Vivaro noch immer an der gleichen Position steht, an der ihn der ADAC Abschleppdienst am 10.7. abgestellt hat. Er wurde tatsächlich seither keinen cm bewegt.

Ich finde, das ist schon eine merkwürdige Art, ein Fahrzeug zu reparieren.

Am gleichen Tag ruft der Verkäufer aus dem Autohaus Limburg an, er sei gerade aus dem Urlaub gekommen und wollte sich informieren, was inzwischen geschehen sei. Ich berichte wahrheitsgemäß: "Nichts!".

Mittwoch, 4.8.2010

Wir erhalten Post vom Leasingpartner. Hier teilt man uns mit, das Autohaus Limburg hätte sie informiert, dass die Sache dadurch verzögert wird, dass ich keinen Auftrag erteilt hätte.

Also schicke ich wieder einmal eine Email an die Opel Kundenbetreuung in Rüsselsheim.

Sehr geehrte Frau Z,
leider gibt es schon wieder einen Anlass, das Verhalten des Autohaus Limburg zu beanstanden.
 
Am 26.7. hat das Autohaus eine Mitteilung an Leasingpartner geschickt, mit dem Inhalt, dass die Reparatur des Fahrzeugs sich verzögert, da ich keinen Reparatur-Auftrag erteilen würde.
 
Bereits am 13.7. habe ich mich beim Geschäftsführer des Autohauses über die weitere Vorgehensweise erkundigt. Er konnte mir dazu aber noch nichts sagen. Am 15.7. habe ich mich erneut erkundigt und bekam zur Antwort, Herr E. habe eine Anfrage an das Werk geschickt und warte auf Antwort. Am 19.7. wurde ich wieder vorstellig und bekam die gleiche Antwort.
 
Ich habe bisher vom Autohaus Limburg weder eine Analyse des Fehlers noch einen Vorschlag über die weitere Vorgehensweise und auch keinen Kostenvoranschlag für eine Reparatur erhalten! Also liegt es ja wohl nicht an mir, dass sich die Sache hinzieht.
 
Bereits am 13.7. habe ich mir einen Opel Zafira angeschaut und einen Verkäufer des Autohauses Limburg um Angebote gebeten. Diese habe ich auch umgehend erhalten. Ich wollte ein anderes Fahrzeug kaufen, da sich der Vivaro als so unzuverlässig erwiesen hatte. Ich wäre bereit gewesen, Opel treu zu bleiben und einen Zafira zu nehmen, der mir auch sehr gut gefallen hat. Am Abend des 19.7. habe ich daher eine konkrete Anfrage an Herrn E. geschickt. Leider blieb diese Anfrage unbeantwortet, so dass ich heute keinen Opel mehr fahre.
 
Die Geschäfte bei Opel scheinen ja wieder sehr gut zu gehen, wenn man sich solche Dinge erlauben kann.
 
Für Ihre freundliche Unterstützung danke ich Ihnen im Voraus
 
Mit freundlichen Grüssen
Walter Borst

Donnerstag, 5.8.2010

Die Sachbearbeiterin der Opel Kundenbetreuung in Rüsselsheim ruft an und erklärt meiner Frau folgendes.

1. Das Autohaus würde nichts tun, da ich weder für eine Diagnose noch für einen Kostenvoranschlag einen Auftrag erteilt hätte.

2. Am 21.1. sei im Technikerzentrum in Rüsselsheim das Getriebe getauscht worden. Da es aber eine Kulanzleistung gewesen sei, hätte ich weder das Recht, darüber einen Bericht oder andere Unterlagen zu bekommen, noch ein Recht auf Gewährleistung.

Nun, wir werden diese Aussagen durch unseren Anwalt prüfen lassen.

Dennoch zeigte Frau Z von Opel Verständnis und vereinbarte mit meiner Frau, ihr Zeit bis zum 23.8. zu geben, um die Sache zu Regeln. Ich stimme dieser Frist zu und bin gespannt, wie es weitergeht.

Will Opel jetzt die Kosten, die durch diese Fehlkonstruktion (2.5 CDI mit zu schwachem Getriebe) entstehen, jetzt auf uns abwälzen? Klar, es ist ein Einzelfall. Nur habe ich im Internet sehr viele solcher Einzelfälle gefunden.

Nun weiß ich wenigstens, dass Opel Ersatzteile definitiv eine kurze Lebensdauer haben. Auch für diesen Einzelfall gibt es sehr viele vergleichbare andere im Internet zu finden, besonders, wenn es um das Getriebe des Vivaro geht.

Auffällig an der ganzen Angelegenheit ist, dass sich weder die zentrale Kundenbetreuung bei Opel noch das Autohaus Limburg schriftlich äußern. Sollen dadurch eventuelle Angriffspunkte im Falle eines Rechtsstreits vermieden werden? Das wäre aus meiner Sicht eine ganz fiese Masche.

Merkwürdig ist auch, dass das Autohaus jetzt auf einmal darauf verweist, dass für eine Diagnose und/oder einen Kostenvoranschlag ein schriftlich erteilter Auftrag notwendig wäre. Beim letzten Mal ging das alles ohne Unterschrift.

Hätte ich den niedrigen Qualitätsstandard von Opel im Allgemeinen und die schlechte Betreuung zumindest durch das Autohaus Limburg im Besonderen vorher gekannt, hätte ich mir nie ein Fahrzeug des Herstellers Opel gekauft. Dass Opel sich einst aus der DTM zurückziehen musste, spricht in diesem Zusammenhang Bände. Auch im Rennsport ist Qualität gefragt, um Erfolge zu erzielen.

Montag, 23.8.2010

Die Sachbearbeiterin der Opel Kundenbetreuung in Rüsselsheim meldet sich wieder und teilt mit, sie könne nichts weiter für uns tun. Sie wiederholt ihre Aussagen vom 5.8..

Die Dame bietet aber an, uns ein anderes Autohaus herauszusuchen, um zu versuchen, mit diesem die Angelegenheit irgendwie zu regeln. Das lehne ich ab, da ich der Meinung bin, dass der, der die Suppe eingebrockt hat, diese auch auslöffeln muss.

Also bleibt nur noch der Weg über den Anwalt.

Sonntag, 29.8.2010

Seit 23.8.2010 befindet sich diese Seite wieder im Netz und ich erhalte Email von einem 'Leidensgenossen'. Er war bis vor kurzem beim gleichen Autohaus und hat über eine nachlässige Kundenbetreuung berichtet. Auch bei seinem Vivaro wurden Teile ausgetauscht, die gar nicht Ursache des Fehlers waren. Er berichtet über mögliche Probleme mit dem Getriebe.

Wir telefonierten miteinander und er erzählte, dass sein Vivaro jetzt tatsächlich einen Getriebeschaden hat, dass sich darum aber jetzt eine Opel-Werkstatt in Alsfeld kümmert, da er von den Leistungen der Limburger Werkstatt alles andere als überzeugt war.

Dieser Kontakt bestärkt mich darin, dass ich nicht so falsch liege, sondern als Kunde einfach schlecht bedient wurde. Es ist damit auch klar, dass die Kompetenz meines Autohauses offenbar nicht ausreicht, mit den Problemen fertig zu werden.

Freitag, 3.9.2010

Es muss nicht unbedingt ein Vivaro sein, um das zu erleben, was ich bisher erfahren habe. Es geht auch mit anderen Fahrzeugen von Opel. Hier ein Beispiel: Erlebnis mit einem Opel Combo.

Dienstag, 14.9.2010

Post vom Anwalt. Auch E. vom Autohaus Limburg hat sich inzwischen einen Anwalt genommen. Nennen wir diesen Anwalt im folgenden RA Autohaus. Er schreibt unter anderem das Folgende.

..darf ich Sie zunächst bitten, mir konkrete Lösungsvorschläge Ihres Mandanten zukommen zu lassen.

Hinweisen möchte ich nochmals darauf, dass bis heute kein Auftrag für eine kostenpflichtige Diagnose des Schadensbildes vorliegt.

Hallo! Wer hat denn hier Mist gebaut? Ich vielleicht?

Das ist schon stark. Das Autohaus führt eine mangelhafte Reparatur durch, derentwegen mein Auto nach 8000 km schon wieder liegen bleibt, und ich soll Lösungsvorschläge machen? Wer ist denn hier der Kunde und wer der Spezialist?

Wenn das so weitergeht, werde ich demnächst einen Artikel in der lokalen Presse veröffentlichen. Genau genommen ist der einzige Mist, den ich gebaut habe, einen Opel Vivaro beim Autohaus Limburg zu kaufen.

Ich habe meinen Anwalt gebeten, die Gegenseite anzuschreiben und einen Kostenvoranschlag für die 'Diagnose' zu verlangen (sozusagen einen Kostenvoranschlag über den Kostenvoranschlag); denn bei allen anderen Vorgängen vorher war es nicht nötig, eine kostenpflichtige Diagnose in Auftrag zu geben.

Könnte es sein, dass der Aufwand für die Diagnose höher ist als normal, weil sich die Mitarbeiter der Werkstatt mit diesem Fahrzeug nicht besonders gut auskennen? Es ist doch ein Opel, oder? Oder liegt es daran, dass dieser Opel von Renault entwickelt wurde?

Montag, 27.9.2010

Weder vom Anwalt noch vom Autohaus Limburg habe ich bisher Nachricht erhalten. Ich habe auch keine Auskunft darüber erhalten, was denn die Diagnose kostet, die offenbar nötig ist, bevor ein Kostenvoranschlag zur Reparatur erstellt werden kann.

Schade, dass ich Kfz Reparaturen dieser Art nicht selber durchführen kann. Heute habe ich folgende Mail bekommen:

Sehr geehrter Herr Borst,
habe Ihren Opel-Bericht gelesen.
Habe dasselbe Auto, jetzt 4 Jahre alt mit 135 PS und 170 000 Km.
Unser Auto steht im Moment noch in Italien weil in unserem Urlaub die Zentralausrückung ( Nehmerzylinder der Kupplung, früher vereinfacht ausgedrückt der "Kupplungszug" ) defekt ist.
Das Auto repariere ich selbst aber es war mir nicht möglich in Italien dies zu tun weil ich die Sprache nicht verstehe und auch keine Werkzeuge sowie Ersatzteile vor Ort hatte.
Jetzt wird das Auto mit dem ADAC nach Hause gebracht.
Die Sache mit dem ADAC lief nicht ganz zufriedenstellend vielleicht später etwas mehr hierzu.
Hätte noch die Frage wie viel Km haben oder hatten Sie auf Ihrem Vivaro wo die ganze Sache passierte ?
Und was ist Ihr Auto in diesem Zustand noch wert ?
 
Inzwischen habe ich das Auto selbst repariert.
Innerhalb 4 Tage lief und läuft der Vivaro bis jetzt einwandfrei die entstandenen Kosten waren rund 200.-€ für Ersatzteile und neues Getriebeöl.
Für eine Antwort besten Dank.
Mit freundlichem Gruß

 Ich habe wie folgt geantwortet.

Sehr geehrter Herr ...,
Ich beneide Sie richtig, dass Sie solche Sachen selbst reparieren können. Ich wünschte, ich könnte es auch. Mir hat man für den Ersatz der Zentralausrückung (Kupplungszug klingt weniger spektakulär) ca. 1200,- € berechnet. Ganz schön happig. Aber vielleicht denken die Meister heute ja nicht mehr so sehr darüber nach, was es den Kunden kostet. Hauptsache schnell erledigt und Geld kassiert!
 
Bei meinem Vivaro wurde die Zentralausrückung bei ca. 82000 km ersetzt. Da das Getriebe auch beschädigt war, wurde es angeblich ebenfalls (auf Kulanz) gewechselt. Wobei ich persönlich nicht an den Wechsel glaube, sondern denke, dass man uns etwas vorschwindelt. Wahrscheinlich wurde das Getriebe bei irgendeinem Schrauber im Westerwald provisorisch repariert (Öl auf die Welle und 20 mal Durchschalten); denn bei ca. 90000 kam es zum zweiten Getriebeschaden. Selbst Opel Austauschgetriebe werden von Fachleuten auf eine Laufleistung von ca. 30000 km geschätzt.
 
Im jetzigen Zustand ist das Auto bestimmt nicht mehr viel Wert. Laut Leasingvertrag besitzt es bei 120000 km einen Restwert von ca. 7500 €. Ein Austauschgetriebe bei Opel würde 6000 € kosten ohne Einbau. Wenn der Einbau 1000 € kostet, bleiben also 500 € übrig. Da der Wagen aber erst 90000 km runter hat könnte man vorsichtig schätzen, dass das Fahrzeug, so wie es da steht, noch 1500 € wert ist. Also ein Haufen Schrott. Die Beträge sind übrigens ohne Mehrwertsteuer genannt. Beinahe hätte ich vergessen zu erwähnen, dass ich von Juli diesen Jahres (als der Vivaro liegen blieb) bis April nächsten Jahres (Ende des Leasingvertrags) insgesamt 4500 € Leasingraten zu zahlen habe. Von den Kosten für Mietwagen, Arbeitsausfall etc. will ich gar nicht erst anfangen.
 
Selbst wenn jetzt noch mal das Getriebe getauscht wird, bleibt für mich die Frage offen, an wen ich dieses Auto noch mit gutem Gewissen verkaufen kann. Vielleicht möchten Sie es ja am Ende als Ersatzteillager haben.

Donnerstag, 7.10.2010

Weder vom Anwalt noch vom Autohaus Limburg habe ich bisher Nachricht erhalten. Ich habe daher beim Anwalt einmal nachgefragt.

Liegt inzwischen eine Angabe des Autohaus Limburg vor, was der Kostenvoranschlag kosten soll? Soll ich einen Auftrag für die Diagnose geben?

Inzwischen steht das Auto bereits seit einem Vierteljahr auf dem Hof des Autohaus Limburg, ohne dass etwas geschehen ist. Mit jedem Monat, den es länger dort steht, steigt der Schaden aus der Angelegenheit für mich um einige hundert Euro. Muss ich mir das gefallen lassen? 

Grundsätzlich bin ich der Auffassung, dass nicht ich Vorschläge über das weitere Vorgehen machen sollte, sondern das Autohaus Limburg, da das Autohaus im Januar eine mangelhafte Reparatur abgeliefert hat und damit für den jetzigen Schaden verantwortlich ist. Denn wenn durch eine fehlerhafte Reparatur ein Fahrzeug beschädigt wird, so ist der der die Reparatur ausgeführt hat, meiner Ansicht nach auch dann verantwortlich für den Schaden, wenn die Reparatur auf Kulanz erfolgte. Falls ich mit dieser Auffassung falsch liege, erläutern Sie mir bitte den Sachverhalt. Wer ist für was beweißpflichtig? Muss nicht das Autohaus Auskunft darüber geben, was bei der letzten Reparatur geschah?

 Weiterhin habe ich eine Email erhalten, in der geraten wird, mich an eine Schiedsstelle zu wenden. Ich habe wie folgt geantwortet.

Sehr geehrter Herr ...,
vielen Dank für den Hinweis. An den Anruf der zuständigen Schiedsstelle habe ich auch schon gedacht und habe mich erkundigt.
 
Zuständig wäre die Kfz-Innung Limburg-Weilburg. Jetzt raten Sie einmal, wer der Vorsitzende dieser Innung ist. Es ist kein geringerer als Heinz Erlemann, der Besitzer des Autohaus Limburg.
 
Daher sehe ich hier keine großen Erfolgsaussichten.
 
Eigentlich müsste ja die Firma Opel zugeben, dass sie ein Fahrzeug im Markt anbietet, bei dem das Getriebe ständig überlastet wird. Der Motor legt 350 Nm an die Welle eines Getriebes, welches nur für 280 Nm ausgelegt ist. Vorwerfen kann ich in diesem Fall dem Autohaus Limburg nur, dass es hier keiner gewusst hat, obwohl der Sachverhalt ansonsten in Fachkreisen bekannt ist. Bekannt ist weiterhin, dass insbesondere durch die automatisierte Schaltung dafür gesorgt wird, dass garantiert immer das maximale Drehmoment des Motors auf das Getriebe wirkt.
 
Gift für die Lebensdauer des Opel Vivaro sind daher auch Fahrten mit hoher Geschwindigkeit und im sechsten Gang, was auf der Autobahn eher die Regel ist. So nimmt es auch nicht Wunder, dass das Getriebe versagte, kurz nachdem es im sechsten Gang leicht bergauf ging (maximales Drehmoment vom Motor). Es blieb im sechsten Gang stecken.
 
Der Jeep, den ich jetzt fahre, scheint da solider konstruiert. Vor kurzem wunderte sich ein Freund: "Du fährst 160 km/h und der Motor dreht nur mit 3500?". Sie können sich sicher vorstellen, was da für ein Drehmoment bei einem fast 2 t schweren Fahrzeug vorliegt.  

Donnerstag, 14.10.2010

Jemand hat einen Gästebucheintrag auf der Homepage hinterlassen.

Hallo,
sehr aufschlussreiche Geschichte mit ihrem Vivaro. Wollte mir auch so einem Wagen kaufen da unsere Familie 2+2+Hund gerade zu Urlaubsfahrten immer viel Platz benötigt. Muss mich wohl doch anderweitig umsehen. Danke für den tollen Bericht.
MFG Michael

Es freut mich sehr, dass ich mit dieser Seite dazu beitragen kann, dass andere Menschen davor bewahrt werden, auf die gleiche Fehlkonstruktion hereinzufallen wie ich. Ich nenne es deshalb Fehlkonstruktion, weil ein Motor mit 350 Nm Drehmoment mit einem Getriebe bestückt wird, welches nur für 280 Nm ausgelegt ist. Dass das nicht lange gut geht, kann sogar ein Laie verstehen.

Ich habe vor allem eines aus der Sache gelernt. Ich werde mir niemals wieder ein billiges Auto zulegen sondern nur noch preiswerte (im wahrsten Sinne des Wortes). Das heißt, ich nehme lieber einen Wagen, der ein wenig mehr Kilometer auf dem Tacho hat, bei dem aber auf jeden Fall die Qualität stimmt.

Weiterhin werde ich nur noch mit einem Autohaus oder einer Werkstatt zusammenarbeiten, die mir von Freunden empfohlen wird oder über die ich im Internet positive Bewertungen finde. Vom Autohaus Limburg habe ich bisher keine einzige positive Bewertung gesehen. Hätte ich die Geschichte Erlebnis mit einem Opel Combo vor dem Kauf des Opel Vivaro gelesen, hätte ich es mir sicher überlegt, ob ich mit dem Autohaus Limburg zusammenarbeite bzw. ob ich mir ein Fahrzeug der Marke Opel kaufen soll.

Auf jeden Fall werde ich mir in Zukunft Hersteller aussuchen, die wirklich 'Autos leben' und dies nicht nur als Werbeslogan verwenden (z.B. Toyota oder Chrysler). Neben Opel kommen für mich auch die Marken Nissan und Renault nicht mehr in Frage, da sie die gleiche Fehlkonstruktion (Nissan Primastar bzw. Renault Trafic) im Portfolio haben.

Mittwoch, 27.10.2010

Endlich erhalte ich Post vom Anwalt. Er hatte das Opel-Werk in Rüsselsheim angeschrieben, um Lösungsvorschläge zu erhalten. In dem Schreiben der Firma Opel wird unter anderem folgendes angeführt:

...Ihre Ausführungen haben wir zur Kenntnis genommen und mit dem Opel Partner Limburg, hier Herrn Erlemann, ausführlich diskutiert. Dieser bestätigte uns, dass der Vivaro Ihres Mandanten mangels Erteilung eines Arbeitsauftrags noch unrepariert beim Vertragshändler steht. Das Autohaus Limburg ist gerne bereit, eine Diagnose und gegebenenfalls notwendige Instandsetzungsarbeiten einzuleiten sofern Herr Borst hierfür einen Auftrag erteilt...

Das ist schon eine ziemliche Frechheit; denn seit dem 10.7.2010 warte ich auf Lösungsvorschläge durch das Autohaus Limburg. Meine Frage nach dem Kosten für die erwähnte Diagnose wurde bis heute nicht beantwortet. Wahrscheinlich wartet man beim Autohaus Limburg darauf, dass das Auto auf dem Hof verrostet, um dann festzustellen: "Da kann man jetzt leider nichts mehr machen, aber es war ja schließlich die Schuld des Fahrzeughalters: Er hat keinen Auftrag erteilt.".

Was muss ich mir noch alles gefallen lassen?

In der Antwort meines Anwalts heißt es daher unter anderem:

...Zum weiteren Vorgehen ist für unseren Mandanten wie folgt auszuführen: Auch unser Mandant hat darauf hingewirkt, dass zunächst einmal eine Diagnose an dem streitgegenständlichen Fahrzeug vorgenommen wird. Er ging davon aus, dass das Autohaus Limburg insoweit auf ihn zukommt. Als dies monatelang nicht geschah, wurde eine konkrete Schadensdiagnose unter vorheriger Angabe der Kosten hierfür mit anwaltlichem Schreiben (siehe Anlage) vom 14.9.2010 angefragt und hieran mit Schreiben vom 12.10.2010 erinnert. Auch letzteres Schreiben finden Sie in der Anlage.

Wir bitten daher darum, mit dem Autohaus Limburg GmbH von Ihrer Seite aus in Kontakt zu treten, damit der Sache durch eine Schadensdiagnose Fortgang gewährt werden kann. Sollten hierdurch Kosten für unseren Mandanten Mandanten entstehen, bitten wir um Mitteilung...

Jetzt bin ich 'mal gespannt auf die Antwort.

Dass im Januar das Getriebe getauscht wurde, ist leider für mich immer noch eine nicht nachvollziehbare Behauptung, die durch keinerlei Unterlagen wie einem Reparaturbericht belegt ist.

Nebenbei bemerkt, habe ich heute wieder in einem Forum ein Thema entdeckt, das für die Vorgehensweise der Firma Opel und deren Autohäuser symptomatisch sein dürfte: 'Bei den vielen Defekten Reparaturen und Werkstatt Besuchen vergeht mir der Spaß'. Falls die Firma Opel eines Tages doch Pleite gehen sollte, würde es mich nicht wundern; denn mit einem Solchen Verhalten schafft man sich keine Kunden, sondern schafft diese ab. Für die meisten Mitarbeiter der Firma würde es mir aber leid tun, da die Mehrheit der Opelaner für diese Vorgänge sicher nicht verantwortlich ist sondern eher das Management.

Besonders bedauerlich finde ich, welche finanziellen Schäden den Menschen entstehen, die 'Pech' mit ihrem Opel Fahrzeug haben. Dass die Firma Opel dies offensichtlich billigend in Kauf nimmt, kann ich nicht verstehen.

Mittwoch, 10.11.2010

Wieder erhalte ich Post vom Anwalt. In einem weiteren Schreiben der Adam Opel GmbH wird unter anderem folgendes angeführt:

...Eine pauschale Aussage zur Höhe der Kosten einer solchen Prüfung ist darüber hinaus leider nicht möglich. Diagnosekosten variieren je nach Aufwand und Dauer der Fehlersuche und könnten auch im vorliegenden Fall durchaus mindestens €300 - €400 betragen...
...Wir bitten Herrn Borst, sich zu überlegen, wie er weiter vorgehen möchte und weisen darauf hin, dass das Autohaus Limburg erwägt Standgebühren für den Opel Vivaro Tour zu erheben, wenn nicht zeitnah eine Entscheidung getroffen wird...

Jetzt haut es mich aus mehreren Gründen beinahe um. Die Firma Opel konstruiert und verkauft Autos, die offenbar so ungünstig gebaut sind, dass das Auffinden von Fehlern erschwert ist. Die Kosten dafür werden direkt an den Kunden weitergegeben. Damit hat sich die Adam Opel GmbH einen Eintrag auf der Pinwand meiner Facebook Seite verdient. Dort ist zu lesen:

Sehr geehrte Mitarbeiter der Adam Opel GmbH., sehr geehrter Herr Erlemann von der Autohaus Limburg GmbH., in einer Sache können Sie sich sicher sein. Ich lasse mir nicht alles gefallen und habe kein Verständnis dafür, dass die Fehlleistungen eines Autoherstellers oder eines Autohändlers auf Kosten des Kunden gehen.

Ich wäre der Firma Opel dankbar, wenn sie mir inhaltlich weiterhelfen würde. Aber alles, was das Kunden-Info-Center macht, ist, mit dem Autohaus Limburg zu korrespondieren. Ich dem Schreiben von Opel wird Eingangs folgendes angeführt:

...Wir möchten nochmals betonen, dass sowohl unser Haus als auch der Vertragshändler weiterhin bestrebt sind, gemeinsam mit Herrn Borst an einer Lösung zu arbeiten...

Das soll wohl eine Lösung sein, bei der weder für Opel noch für den Vertragshändler Kosten anfallen; aber damit bin ich nicht einverstanden.

Die nächste Unverschämtheit ist die, Standkosten anzudrohen. Es ist offensichtlich, dass Herr Erlemann von der Autohaus Limburg GmbH alle meine Bemühungen, die Sache voranzubringen, ignoriert hat. Er wollte mir ja nicht einmal anbieten, einen Opel Vivaro zu kaufen. Durch diese Ignoranz kam es schließlich zu der unglaublichen Verzögerung von 4 Monaten. So lange steht das Auto bereits auf dem Hof des Autohauses. Ich habe eine kleine Zeittafel erstellt, aus der man leicht entnehmen kann, wie es zu dieser Verzögerung kam: Zeittafel.

Leider muss ich feststellen, dass ich noch immer keine Auskünfte über die Reparatur im Januar erhalten habe. Also muss der Anwalt die Firma Opel und das Autohaus Limburg erneut anschreiben und daran erinnern.

Freitag, 24.12.2010

Wieder erhalte ich Post vom Anwalt. In einem weiteren Schreiben von Opel wird unter anderem das Folgende angeführt.

...Ohne die Erteilung eines Diagnoseauftrags von Seiten Ihres Mandanten können wir hier nicht unterstützend tätig werden. Sollte bis zum 14. Januar 2011 keine Reaktion Ihres Mandanten erfolgen, werden wir den Fall endgültig schließen...

Wohlgemerkt, der Diagnoseauftrag ist kostenpflichtig.

Noch immer habe ich keine Auskunft darüber erhalten, was mit dem Fahrzeug im Januar 2010 wirklich geschehen ist. Wurde tatsächlich das Getriebe ausgetauscht oder war nur irgendein Schrauber aus dem Westerwald tätig und hat das Getriebe notdürftig geflickt?

Mittlerweile steht das Auto seit über 6 Monaten auf dem Hof des Autohaus Limburg, ohne dass etwas geschehen ist, und das alles nur, weil ich mich nicht alles gefallen lasse!

Dienstag, 20.9.2011

Wieder erhalte ich Post vom Anwalt. Der Rechtsstreit läuft schon eine ganze Weile. Ich möchte an dieser Stelle nicht mit zuviel Details langweilen, aber interessant ist doch, was die Gegenseite aus dem Fall zu machen versucht. Der gegnerische Anwalt nimmt wie folgt Stellung:

und weiter auf Seite 2:

Offensichtlich wird hier versucht, das ganze zu bagatellisieren und auf Banalitäten zurückzuführen, die leicht verständlich sind. Meine Stellungnahme dazu habe ich wie folgt formuliert.

a) Seite 1, 3. Absatz (Der sechste Gang...)

Dies ist das erste Mal, dass der Reparaturumfang beziffert wird. Herr Erlemann hat bis jetzt auf mehrfache Anfragen - schriftlich, mündlich und anwaltlich - noch nie einen Betrag genannt. Hätte Herr Erlemann vor 15 Monaten diese Aussage getroffen, wäre ein solch hoher Schaden nie entstanden.

Der Schaden, der mir entstanden ist, resultiert daraus, dass sich Herr Erlemann über Monate nicht geäußert hat und keine Vorschläge zum weiteren Vorgehen vorbrachte.

Selbst anwaltliche Schreiben wurden nicht beantwortet.

Im Oktober wurde das erste Mal seitens des Anwalts von Herrn Erlemann festgestellt, ich müsse erst einen kostenpflichtigen Diagnoseauftrag erteilen. Jetzt auf einmal genügt ein Reparaturauftrag und der Kostenrahmen steht auch fest. Wie passt denn das zusammen?

b) Seite 1, letzter Absatz (Damit steht unstreitig fest...)

Ein Beweis ist längst nicht erbracht.

c) Seite 2, 3. Absatz (Rechnung)

Herr Erlemann hatte 2009 von sich aus eine Nachbesserung angeboten. Deshalb wurde das Fahrzeug von einem Autohaus im Westerwald wieder in seine Werkstatt verbracht.

Einen Reparaturauftrag hatte ich weder mündlich noch schriftlich erteilt, sondern lediglich einer Nachbesserung zugestimmt.

Im Übrigen wurde die Rechnung anstandslos zurückgenommen und niemals angemahnt, da es sich um eine - wenn auch erfolglose - Nachbesserung handelte.

Weiterhin wurde bis heute immer noch keine Auskunft darüber gegeben, worin die Nachbesserung bestand, die in den Monaten Dezember 2009 und Januar 2010 durchgeführt wurde. Immerhin stand das Auto deshalb 2 Monate in der Werkstatt und ich musste weiterhin Mietwagen benutzen!

b) Seite 2, letzter Absatz (Ich möchte an dieser Stelle...)

Die nunmehr von der Gegenseite erkannte „eigentliche Ursache“ (der verstorbene Hund) ist mehr als lächerlich.

Der Hund kann auch sicher nichts dafür, dass die im Oktober 2009 durchgeführte Reparatur bereits mangelhaft war.

Als selbständiger Unternehmensberater bin ich auf ein Fahrzeug angewiesen und nutze es beruflich zu 95 %, um im pro Monat 2000 bis 3000 km zurückzulegen. Ich kann es mir nicht leisten, den Wagen wochenlang in der Werkstatt stehen zu lassen, ohne dass immense Kosten anfallen. Daher rührt - nebenbei gesagt - ein Großteil des entstandenen Schadens.

Ich bin wirklich mal gespannt, wie das weiter geht.

Fortsetzung folgt...


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Die Veröffentlichung dieser Seite dient in erster Linie dazu, andere Menschen davor zu bewahren, in die gleiche Falle zu tappen.


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